Ein halbes Jahr KraftvollMama – ein Blick hinter die Kulissen

Ein halbes Jahr KraftvollMama – Ein Blick hinter die Kulissen

Vor einem halben Jahr hat der Blog KraftvollMama.de das Licht der Welt erblickt. Und zwar ganz heimlich, still und leise – ohne großes Tamtam. 

2015 lag die statistische Geburtenrate in Deutschland bei 1,5 Kindern je Frau. Dies ist der Höchststand seit 1982.

Die geringe Kinderdichte in Deutschland hat zur Folge, dass immer mehr Menschen unsicher, teilweise überfordert sind, sobald sie selbst Eltern werden.

Heute möchte ich dir in einem ganz persönlichen Beitrag erzählen, wie meine Reise hin zu KraftvollMama ausgesehen hat, was meine Motivation war, den Blog zu gründen, was mich auf dem Weg bis hierhin geprägt hat und wohin er in Zukunft führen soll. 

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Ich will Müttern professionelle Hilfe bieten und sie dabei unterstützen, akute Probleme anzugehen und ihr Leben auf ihre neuen Bedingungen und Bedürfnisse hin neu auszurichten.

Zielgruppe sind Mütter, die sich erschöpft fühlen und ihren alltäglichen Stress verringern wollen, um ihr Leben mit Mann und Kindern bewusst genießen zu können.

Kaum ein Mädchen wurde groß, ohne dass es die Möglichkeit hatte, beiläufig die Rolle als Mutter zu erlernen und einzuüben.

Hilfreich ist sicherlich meine universitäre Ausbildung in Psychologie. Außerdem setze ich mich leidenschaftlich gern mit theoretischen Erkenntnissen und Diskussionen rund um das "Muttersein" auseinander. Meine aktuelle Ausbildung als Coach unterstützt mich dabei, auf jede Frau und ihre besonderen Bedingungen eingehen zu können.

Jedoch speist sich der größte Teil meiner Motivation aus meinen eigenen Erfahrungen als Mutter. Deshalb möchte ich zuerst hiervon berichten.

Es mangelte nicht an Gelegenheiten zu beobachten, wie Erwachsene mit Säuglingen umgehen. Ganz selbstverständlich passten die Mädchen (aber sicher auch die Jungen) auf ein Nachbarbaby, den kleinen Cousin oder das eigene jüngere Geschwisterkind auf.

Meine Geschichte

Vor der Geburt meiner ersten Tochter hatte ich geplant, schon nach ein paar Wochen stundenweise wieder in meinen Beruf als Projektmanagerin zurückzukehren. Mein damaliger Chef hatte angeboten, jemanden zu finden, der während meiner Arbeitszeit das Baby „durch den Park schiebt“.

Diese Aussicht erschien mir vielversprechend. Ich würde in mein ungewisses Leben als Mutter starten, ohne mein altes Leben, mit dem ich sehr zufrieden gewesen war, wirklich verlassen zu müssen.

Zum Antritt unserer Mutterschaft wissen viele von uns kaum etwas von all den Problemen, die es beim Großziehen der Kinder natürlich schon immer gegeben hat.

Meine Tochter hat mich jedoch eines besseren belehrt. Sie entpuppte sich als ein sehr temperamentvolles Baby, das offensichtlich nicht vorhatte, sich von „irgendwem durch den Park schieben zu lassen“. Sie wehrte sich immer und überall lautstark gegen das Einschlafen. 

So wurde sie die ersten Monate ihres Lebens für fast jedes ihrer Schläfchen in einer Babytrage unter lautem Protestgebrüll liebevoll in den Schlaf getragen. Und zwar von Mama oder Papa. Wir waren oft und lange unterwegs …

In diesen ersten Wochen und Monaten als Mama beschlich mich das Gefühl, ganz von der „normalen“ Welt abgeschnitten zu sein.

Mein Handeln war im Grunde allein darauf ausgerichtet, die Bedürfnisse dieses kleinen Menschenwesens zu erfüllen. Sich Zeit für essen, duschen, schlafen, ja sogar für den Toilettengang zu nehmen, bekam fast den Charakter eines luxuriösen Zeitvertreibs.

Ich weiß noch, wie ich aus dem Fenster unserer Wohnung blickte und voll Eifersucht an all die arbeitenden Menschen da draußen dachte. Sie schienen unbegrenzt Zeit für all diese Dinge zu haben. Sie konnten in der Mittagspause ganz in Ruhe und im Gespräch mit Kollegen Essen gehen und durften nach getaner Arbeit einfach nach Hause gehen und schlafen. Oder Sport treiben, oder ins Kino gehen oder was auch immer – wie gut sie es doch hatten …

Nun, mein Mädchen wurde älter und mit etwas über einem Jahr konnten wir einen Krippenplatz ergattern, sodass ich wieder anfangen konnte zu arbeiten. Die Zeit verging und nach etwas mehr als zwei weiteren Jahren kam auch meine zweite Tochter in die Krippe und ich fing in einer anderen Stadt und bei einem neuen Arbeitgeber an. 

Mir bekamen die „Auszeiten“ vom Mama-Sein eigentlich gut. Und doch war ich nicht zufrieden. Warum?

Vollzeit zu arbeiten kam für mich nicht infrage. Ich arbeitete deshalb hauptsächlich vormittags  und konnte so die Nachmittage mit den Kindern verbringen. Die Arbeit machte mich allerdings nicht in dem Maße zufrieden, wie ich es mir erträumt hatte. Ich konnte als Teilzeitkraft nicht die begehrten, verantwortungsvollen Projekte übernehmen. Oft war ich hin- und hergerissen zwischen Job und Familie.

Waren die Kinder krank, schlich sich bei mir immer das Gefühl ein, Chef und Kollegen nicht enttäuschen zu dürfen. Ich arbeitete oft abends und schlief wenig. Dann war da noch der Haushalt. Und Zeit für mich? Dafür war leider im Zeitbudget meist kein Posten mehr vorgesehen …

Mir wurde klar, dass ich mein Leben so nicht mehr führen wollte und ich beschloss, mir selbst eine neue Struktur zu erarbeiten.

Ich wünschte mir ein Leben, in dem mir die Arbeit Kraft für den Familienalltag schenkte, anstatt zu rauben, eines, indem ich selbst als Mensch jenseits von Arbeit und Familie auch noch existierte. Alle Lebensbereiche sollten sich möglichst harmonisch und flexibel zusammenfügen lassen.

Meine Mission

Ich hatte das Gefühl, dass es nicht nur mir, sondern auch unzähligen anderen Müttern so ging: Ein Leben in einer ausgewogenen Balance zu führen, war viel schwieriger, als vor der Ankunft des ersten Kindes gedacht.

Statt Alltag, Beziehungen zu den Kindern, berufliche Verwirklichung und die eigenen Bedürfnisse in einem gesunden Mix zu leben, scheinen viele Mütter sich einfach nur gestresst und überfordert zu fühlen.

Wenn sich Mütter zwischen Beruf und Familie zerreiben und sich selbst als Person vernachlässigen (oder auch: sich „nur“ für Familie und Haushalt aufreiben und sich selbst übergehen) – dann liegt nicht nur viel Potential brach, sondern es macht sich Frust und Unzufriedenheit breit.

Wem es aber gelingt, sich als Frau und Mutter in den verschiedenen Facetten, die das Leben bereithält, zu entfalten, der fühlt sich nicht nur besser, sondern kann auch viel mehr für seine Mitmenschen und die Gesellschaft im Ganzen bewegen, und zugleich seinen Kindern die besten Startbedingungen für das Leben ermöglichen.

Ich beschloss zu lernen und zu teilen. Dafür gründete ich meinen Blog kraftvollmama.de. Seit über einem halben Jahr sauge ich alle Ideen, Inspirationen, Gedanken und Techniken, die Müttern helfen könnten, zu einem erfüllteren Leben zu finden, auf wie ein Schwamm. Jede Woche schreibe ich einen Artikel, um Möglichkeiten aufzuzeigen wie Frauen die Herausforderungen des Mutterseins besser bewältigen.

Ich freue mich sehr, dass meine Beiträge Anklang finden. Monatlich erreiche ich gut 20.000 Leserinnen und bis dato haben sich über 600 Interessierte für meinen Newsletter angemeldet.

Parallel zum Bloggen erarbeite ich mir eine weitere Methode, um Müttern auf ihrem Lebensweg zu helfen. Seit Dezember 2017 nehme ich an einer IHK-zertifizierten Ausbildung zum Life- & Business-Coach teil.

Seit drei Monaten darf ich nun die faszinierende Welt des Coachings kennenlernen, mit einer wunderbaren Gruppe inspirierender Menschen.

Ich bin immer wieder aufs Neue überrascht, wie es einem Coach gelingen kann, dem Gegenüber (Coachee) zu innerer Klarheit und Motivation zu verhelfen, indem er gezielt Fragen stellt, neue Perspektiven aufzeigt und vorhandene Ressourcen aktiviert.

Es geht beim Coaching nicht darum, etwas zu bewerten oder Ratschläge zu erteilen – das wäre dann eher eine Beratung. 

Das Coachen soll die Person dazu führen, selbst Lösungen zu finden und Entscheidungen zu treffen.

Der Coach bietet dem Coachee lediglich die passenden Methoden, zu diesen Lösungen zu gelangen – ähnlich wie idealerweise die Hilfestellung einer Hebamme bei der Geburt.

Diese Herangehensweise gewährleistet, dass die Lösung auch 100-prozentig zum Coachee, seiner Sichtweise, seinen Vorlieben und seinen Ressourcen passt. Ich finde das unglaublich faszinierend und freue mich schon darauf, bald ersten Müttern auf diese Weise zu helfen!

Im Moment sammle ich viel Selbsterfahrung, indem ich mich von anderen coachen lasse. Außerdem erlerne ich nach und nach immer verschiedenste Coaching-Techniken, die ich in meiner Ausbildungsgruppe immer wieder übe und festige.

Mein Plan

Natürlich werde ich auf kraftvollMama.de weiterhin Blogposts für alle Mütter schreiben, die Anregungen suchen, wie sich durch das Justieren der vielen kleinen Stellschrauben, die unser Leben zusammenhalten, vielleicht ein bisschen mehr Lebenszufriedenheit gewinnen lässt.

Ich habe allerdings das Gefühl, dass nicht wenige Frauen zwar gerne meine Inspirationen – und natürlich auch die Anregungen vieler anderer – aufnehmen und für hilfreich halten, es ihnen am Ende aber doch schwer fällt, diese umzusetzen und wirklich eingefahrene Gleise zu verlassen.

Deswegen habe ich vor, KraftvollMama.de im nächsten halben Jahr interaktiver zu gestalten.

Ich werde eine geschlossene Facebook-Gruppe einrichten, in der sich gleichgesinnte Mütter in einem geschützten Bereich austauschen können. In einem wertschätzenden, lösungsorientierten Umgang können sie sich gegenseitig unterstützen und motivieren, Verantwortung für ihre Lebenszufriedenheit zu übernehmen.

Für Juni plane ich eine kostenlose Challenge, also einen geführten Mini-Kurs mit täglichen Aufgaben, durch die du dir Klarheit über deine Werte, Visionen und „Baustellen“ verschaffen kannst. Denn nur wer weiß, wo die Reise hingehen soll, kann sie auch antreten.

Ab Juli werde ich mit meiner Ausbildung zum Life- & Business Coach so weit sein, meine Coaching-Tätigkeit aufnehmen zu können. Anfangs will ich sehr gerne auch kostenfreie Coachings anbieten.

Falls du neugierig bist und gerne selbst erfahren möchtest, wie ein Coaching-Gespräch dein Leben nachhaltig verändert, kannst du dich ab Juni dafür bewerben. Die Details werde ich rechtzeitig im Newsletter bekannt geben.

Nimm Unterstützung an

Falls du Fragen oder Anregungen zu meinen Plänen hast, freue ich mich über deinen Kommentar!

Möchtest du dich für eines der geplanten Angebote vormerken lassen (Facebook-Gruppe, Challenge für mehr Klarheit oder kostenloses Coaching)? Dann kannst du gerne mit mir persönlich über info@kraftvollmama.de in Kontakt treten. Ich freue mich sehr über deine Nachricht!

Wie sind deine Gedanken zu dem Thema? Hast auch du die Erfahrung gemacht, dass erfahrenere Mütter häufig entspannter sind? Ich freue mich über deinen Kommentar.

Mit kraftvollMama möchte auch ich dich unterstützen: Mit praktischen Tipps und Denkweisen, die dich stärker machen sollen. Abonniere meinen Newsletter.

Was dir – genau wie den Schimpansinnen – helfen kann, ist ein soziales Netzwerk, das dich unterstützt und dich in harten Zeiten auffängt. Nimm daher jede Gelegenheit wahr, Familienbande, Freundschaften und deinen Bekanntenkreis zu pflegen. So fällt es dir leichter, um Hilfe zu bitten und Unterstützung zu erhalten. Du musst es nicht alleine schaffen.

Lena Franck

Ich bin Lena Franck, 35 Jahre alt. Bist auch du eine Mama, die ihre Familie über alles liebt, und dennoch den Alltag oft als belastend, stressig, fremdbestimmt empfindet? Ich möchte dich mit meinen Texten stärken. Ich zeige dir Wege auf, wie du dein Leben wieder aktiv in die Hand nehmen kannst. Das macht dich zufriedener, ausgeglichener und damit letztlich zu einer geduldigeren Mutter und attraktiveren Partnerin. Mehr über mich

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